The License to thrill
1987 markiert in der Historie einen ganz besonderen Meilenstein. Andreas bekommt die Gelegenheit, offizieller Suzuki-Vertragshändler zu werden und greift zu. Natürlich war dieses Expansion auch nicht mehr als One-Man-Show zu stemmen und die ersten Mitarbeiter wurden nach und nach eingestellt. Noch immer firmiert das Unternehmen unter dem Begriff "Motorradschuppen", auch wenn man vom einstigen Provisorium, nur wenige Jahre nach der Firmengründung bereits Lichtjahre entfernt ist.

Racing Times
Von Anfang an fühlt sich Andreas auf den Rennstrecken Europas am wohlsten. In jenen Tagen verbrachte er auf der Piste um seine Runden zu drehen, oder eben sein noch junges Unternehmen aufzubauen. Nach den anfänglichen Rundstreckenrennen, folgte die deutsche Langstreckenmeisterschaft mit vielen Gesamt- und Klassensiegen. Warum also nicht beides miteinander verbinden? Unter dem von Andreas initiierten Label "Little Racing" wurden ab 1989 regelmässig Renntrainings für jedermann veranstaltet. Bis 2003 sollte diese Veranstaltungsreihe ein fester Bestandteil des Unternehmens bleiben. Bis dahin nimmt Andreas auch noch aktiv am Renngeschehen teil, bis dass auch er endgültig die Rennkombi an den Nagel hängt.
Bereits vor dem Ende des neuen Jahrtausends ist aus dem einstigen Kleinbetrieb ein stattliches Unternehmen geworden, welches dem Firmengründer alle Energien abverlangte. Neben den genannten Leistungen, wie Handel, Service und Tuning kommt immer mehr eine weitere Komponente zum tragen, die Fertigung von individuellen Parts in kleinen Serien.

Those were the Days
Waren Chopper und Custombikes anfangs im Motorradschuppen eher verpönt, weckt diese Art des Motorradbaus immer mehr das Interesse der Schrauber. Während man sich diesem Thema in Hamminkeln widmete, stellte man bald schon fest, dass kaum Teile für japanische Customs zu bekommen waren. Eine Marktlücke, die Andreas und sein Team auszunutzen verstanden. Bald schon fertigte man in Hamminkeln serienmässig Teile, die am Markt reißenden Absatz fanden. 1997 sind es bereits so viele, eigene Teile, dass man damit einen eigenen Katalog füllen konnte. Der Erfolg dieses Erstlingswerkes war dabei keinesfalls absehbar und schon gar nicht die Tatsache, dass dieses Werk fortan regelmässig in einer aktualisierten und ergänzten Fassung neu aufgelegt werden sollte.
Bereits seit 1995 entstehen in Hamminkeln immer wieder komplette Custombikes, die überwiegend auf Teilen aus der eigenen Produktion aufgebaut werden. Um diesen Fahrzeugen ein eigenes Label zu verpassen, wurden diese unter der Bezeichnung "Thunderbike by Motorradschuppen" präsentiert.



Erst ab 2000 verzichtete man dann vollständig auf den Zusatz, der noch an die ersten Jahre erinnerte. Aus dem einstigen Motorradschuppen war nun endgültig Thunderbike und damit längst ein europaweit agierendes Unternehmen geworden.

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