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Zwischen langen Gabeln und langen Nächten
Es gibt Events, da fährt man hin, dreht eine Runde und ist nach zwei Stunden wieder auf dem Heimweg. Und dann gibt’s das Flanders Chopper Bash.
Kaum auf dem Gelände angekommen, weißt du wieder, warum dieses Wochenende für so viele fest im Kalender steht. Überall Chopper, überall entspannte Leute und an jeder Ecke gibt’s irgendwas zu entdecken. Zwischen Zelten, Lagerfeuer, kalten Drinks und jeder Menge Benzingesprächen fühlt sich das Ganze eher nach einem riesigen Treffen unter Freunden an als nach einer klassischen Veranstaltung.
Hier geht’s nicht um Perfektion oder darum, wer den teuersten Umbau in der Garage stehen hat. Hier baut jeder sein Bike so, wie er es haben will. Genau das macht den Reiz aus.
Die Bike Show? Wieder ein echtes Highlight.
Wer dachte, er hätte schon alles gesehen, wurde ziemlich schnell eines Besseren belehrt. Lange Gabeln, verrückte Rahmen, Patina, Candy-Lack, alte Shovels, Panheads und jede Menge Eigenbauten. An manchen Bikes läufst du dreimal vorbei und entdeckst trotzdem immer wieder neue Details. Genau das macht diese Show so besonders. Hier gibt’s keinen Einheitsbrei und keine Kopien. Jeder Builder bringt seinen eigenen Stil mit und genau deshalb bleibt man ständig irgendwo stehen.
Der Best of Show war dafür das beste Beispiel. Ein Chopper mit Charakter, Ecken und Kanten. Kein geschniegeltes Showbike, sondern eine Maschine, die Geschichten erzählt
und bei der man sofort merkt, wie viel Herzblut und Arbeit darin steckt. Absolut verdient. Natürlich wurde zwischendurch nicht nur über Motorräder geredet.
Beim Kickstart Competition, hosted by Old & Proud Spain, hieß es: kicken, kicken und nochmal kicken. Wer sein Bike innerhalb der vorgegebenen Zeit am häufigsten zum Leben erwecken konnte, hatte die Nase vorn. Klingt simpel, kostet aber ordentlich Kraft – und sorgte natürlich wieder für jede Menge Lacher und Applaus.
Das Beste passiert zwischen den Bikes.
Klar, wegen der Motorräder kommt man. Aber wegen der Leute bleibt man.
Irgendwo sitzt eine Gruppe vorm Zelt und philosophiert über den nächsten Umbau. Ein paar Meter weiter rollt ein Chopper gemütlich über den Platz. Daneben wird gefachsimpelt, gelacht oder einfach nur mit einem kühlen Getränk in der Hand das Geschehen beobachtet.
Genau dafür liebt man solche Wochenenden.
Und wenn die Sonne langsam untergeht, fängt das Chopper Bash eigentlich erst richtig an.
Die Bikes bleiben stehen, die Musik wird lauter, das Festzelt füllt sich und plötzlich schaut keiner mehr auf die Uhr. Es wird gefeiert, getanzt, gelacht und über Motorräder geredet – wahrscheinlich bis tief in die Nacht.
Irgendwann merkt man dann, dass die Speicherkarten randvoll sind, die Boots voller Staub stecken und der Akku der Kamera genauso platt ist wie der eigene. Die Kamera ist voll, die Beine müde und wahrscheinlich hat jeder mindestens ein neues Lieblingsbike gefunden.
Also… gleiche Zeit, gleicher Ort? Wir wären dabei.













