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Strafzölle auf Harleys

Update 18.05.21: Verhandlungen gestartet, Petition läuft weiter

Waffenruhe zwischen EU und USA

 

Am Montag, 17. Mai 2021 meldet der Vize-Präsident der Europäischen Kommission und zuständige Wirtschaftskommissar Valdis Dombrovskis, dass Gespräche mit den US-Kollegen aufgenommen wurden, um über die transatlantischen Aluminium- und Stahlgeschäfte zu sprechen. Im Gegenzug gibt es auch Verhandlungen über die Strafzölle auf Harley-Davidson Motorräder und orig. Ersatzteile.

Konkret heißt es nun aus Brüssel, dass die angedrohten Strafzölle von 50% vorübergehend ausgesetzt sind. Harley-Davidson zahlt also „nur“ die 25% Strafzoll für Motorräder wie sie aktuell aus Thailand in die EU eingeführt werden. Unser Problem ist also noch nicht vom Tisch!

Jochen Zeitz, Vorstandsvorsitzender von Harley-Davidson erklärt dazu:

„Die heutige Ankündigung, dass die Zölle für unsere Produkte nicht von 31 % auf 56 % steigen werden, ermutigt uns. Dies ist der erste Schritt in die richtige Richtung in einem Streit, der nicht von uns gemacht wird.

Harley-Davidson Mitarbeiter, Händler, Stakeholder und Motorräder haben in diesem Handelskrieg keinen Platz. Diese Zölle verschaffen anderen Motorradherstellern einen unfairen Wettbewerbsvorteil in der EU. Europäische Motorräder zahlen maximal nur 2,4 % für die Einfuhr in die USA.

Wir wollen freien und fairen Handel.“

Jetzt ist es wichtig, weiter Druck zu machen!

 

Zum Hintergrund: Mit Wirkung zum 19.04.2021 hatte die Europäische Union der amerikanischen Kultmarke Harley-Davidson die sogenannte Binding Origin Information (BOI) für die aus Thailand in die EU eingeführten Motorräder aberkannt. Mit dieser BOI wurden die Harleys bislang zu einem Zollsatz von 6% in die EU eingeführt.

Durch diese Aberkennung drohte ein Strafzoll von 50% ab dem 1. Juni 2021 und somit ein Einfuhrzoll von insgesamt 56%. Damit wäre Harley-Davidson auf seinem zweitwichtigsten Absatzmarkt schlichtweg nicht mehr wettbewerbsfähig.

Stellt Euch das mal anders herum vor: Was wäre los, wenn deutsche Autohersteller für ihre Exporte in die Vereinigten Staaten solche Strafzölle zahlen müssten?

Zum Vergleich: Europäische Motorradhersteller wie BMW, KTM und Ducati exportierten ihre Motorräder zu einem Zollsatz zwischen 1,2% und 2,4% in die USA, Harley-Davidson würde dann für Europa mit 56% Zoll belegt. Man braucht wenig Fantasie, um sich vorzustellen, was das für Modelle wie z.B. die Pan America oder andere vergleichbare Fahrzeuge bedeuten würde.

Gegen diese wettbewerbsverzerrende Ungerechtigkeit sammeln wir gemeinsam mit dem Händlerverband Eure Unterschriften – von allen Motorradenthusiasten und Fans des fairen Wettbewerbs!

So funktioniert's:

 

Auf der Website Change die Petition gegen Strafzölle anklicken

In der rechten Spalte Deinen Namen, Deine Emailadresse und Deinen Wohnort eintragen

Den roten Button „Petition unterzeichnen“ anklicken

In Deinem eigenen Emailpostfach die Mail von Change öffnen und den Bestätigungslink anklicken

Wir erinnern uns:

Zur Amtszeit von Donald Trump kam es zu Strafzöllen auf Stahl- und Aluminium bei der Einfuhr in die USA und Europa antwortete mit Strafzöllen auf Harley-Davidson und Produkte anderer US-amerikanischen Unternehmen wie z.B. Jack Daniels Whiskey.

Zur Info: Zu Beginn hat Harley-Davidson die Zollerhöhung selbst getragen. Dann wurde die Produktion für Europa von den USA nach Thailand verlagert.

Auch über 100 Tage nach Bidens Amtsübernahme kam es auf beiden Seiten des Atlantiks bisher zu wenig Entspannung in dieser Frage. Scheinbar will man nun in Europa den Druck erhöhen, um Biden zu einer Änderung zu bewegen. In einigen anderen Punkten hat er die Aktivitäten der Vorgängerregierung überarbeitet und teilweise sogar rückgängig gemacht.

Beim Stahl- und Aluminium Geschäft und damit beim Handel mit Harley-Davidson rührt sich noch nicht genug! Allein in Deutschland hängen 67 Händler und ein großes Netz an Zulieferern und damit eine große Menge von Arbeitsplätzen daran.

 

Breite Solidarität der internationalen Händlerverbände

 

In einem Brief an den Präsidenten der USA und an die Präsidentin der Europäischen Kommission fordern europäische und US-amerikanische Händlerverbände dazu auf, den traditionell positiven transatlantischen Handelsdialog wieder aufzunehmen.

Insgesamt 88 Verbände solidarisieren sich mit den betroffenen Branchen und unterstützen die ACEM (European Association of Motorcycle Manufacturers / Verband der Motorradindustrie in Europa) und die USMMA (United States Motorcycle Manufacturers Association) bei ihrer Forderung an die europäischen Behörden und die US-Regierung, ihre Differenzen zu lösen.

Coalition letter to President Ursula von der Leyen and President Biden

Die Unterzeichner wünschen sich eine Rückkehr zu einer sich gegenseitig belohnenden Beziehung, die das Wirtschaftswachstum unterstützt und den Produzenten und Herstellern, ihren Vertriebspartnern, Importeuren und Verbrauchern sowie allen damit verbundenen Sektoren zugute kommt.

Simple Message: We just want to be able to trade fairly

EU trifft Harley-Davidson mit 56% Importzoll

„Wir lassen uns nicht aus dem freien und fairen Handel verdrängen oder geben unsere Freiheit auf.“ Jochen Zeitz, CEO Harley-Davidson.

 

 

 

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