Indian Motorcycle Treffen im Roadhouse

Am Samstag trafen sich Indian Begeisterte und solche die eine Indian sogar ihr eigen nennen können am Thunderbike Roadhouse. Wir haben für euch ein paar, der meist vollständig restaurierten Tourenmotorräder, abgelichtet. Infos rund um Indian History findest Du am Ende der Galerie.


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Wissenswertes über Indian Motorcycle

Eine Indian ist das klassische amerikanische Tourenmotorrad der 1900er bis 1950er Jahre. Harley-Davidson war spätestens ab 1920 der größte Konkurrent von Indian; verglichen mit Harley-Davidson hatte eine Indian jedoch auf Grund der besseren Technik und der höheren Preise einen größeren Image-Wert.

In den 1920er Jahren wurden nicht autorisierte Kopien von Indian-Motorrädern in Deutschland bei Mabeco in Berlin gefertigt. Die Motoren lieferte Siemens & Halske.

Mit der Übernahme der Firma Henderson/Ace wurde Indian zu einem der Pioniere im Bau von Vierzylinder-Motorrädern. Die technisch zunächst unveränderten Modelle hießen fortan Indian Four. In verschieden Varianten von Ende der 1920er bis in die 1940er Jahre gebaut, hatte dieses Modell einen hervorragenden Ruf als komfortables, leistungsstarkes und langstreckenfähiges Motorrad – in einer Zeit, in der Reisen noch ein Abenteuer war.

Die US-Regierung schrieb aufgrund des beginnenden Zweiten Weltkrieges einen Großauftrag für Militärmaschinen aus. Bei dieser Ausschreibung konkurrierten Harley-Davidson und Indian, jedoch erhielt Harley-Davidson als erste den Zuschlag. Indian wurde ab 1940 ebenfalls beteiligt, konnte jedoch nur kleinere Stückzahlen zu einem geringeren Preis als Auftrag an Land ziehen. Damit war Harley-Davidson für die nächsten Jahre finanziell abgesichert und die Marke erreichte allmählich einen höheren Bekanntheitsgrad als Indian. In den Kriegsjahren und auch danach konnten daher für zivile Zwecke nur wenige Indians verkauft werden – zum einen, da die Bevölkerung wenig Geld hatte, zum anderen, da der Markt nun mit den nicht mehr benötigten Militärmaschinen von Harley-Davidson und Indian überschwemmt wurde.

Wenn man sie sich leisten kann, ist auch eine große Indian statthaft – fahrbereite, jedoch aufbaubedürftige Maschinen werden allerdings kaum unter 22.000 € gehandelt, der Preis für vollständig originale, gut restaurierte Motorräder kann mehr als 40.000 € betragen. Besonders begehrt und teuer sind die Chief der Baujahre 1946 bis 1953 und die Indian Four aller Baujahre.

Bis heute im täglichen Einsatz bei Steilwandfahrern sind oftmals Indian-Modelle aus den 1920er und 1930er Jahren: die Scout mit einem hohen Drehmoment und ruhigem gleichmäßigem Lauf und mit einer außergewöhnlichen Stabilität und Handlichkeit des Fahrwerks, das optimal ausbalanciert ist, hat für die gefährliche Tätigkeit in der Steilwandtrommel gute Voraussetzungen, damit die Fahrer ihre Künste sicher präsentieren können. Damit dürfte Indian der Weltrekord für die längste kommerzielle Nutzung von Motorrädern sicher sein.

Quelle: Wikipedia