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Luxury Red

Oregon

customized Thunderbike Harley-Davidson Night Train

Auftritt als böser Bube

Text von Michael Ahlsdorf - Bikers News

Irgendwie kann Harley-Davidson sich noch so sehr bemühen, eigene Custombikes auf die Räder zu stellen. Sie werden trotzdem nie so bleiben, wie sie von der Stange gekommen sind. Die Street Bob und Night Train wurden als solche Fertig-Customs auf den Markt gebracht. Und prompt zeigen professionelle Customizer, dass auch bei diesen Modellen immer noch ein bisschen mehr geht. Andreas Bergerforth von Thunderbike im niederrheinischen Hamminkeln liebt beide Modelle ganz besonders, denn für beide liegt eine Menge Material für’s Pimpen in seiner Schublade. Dabei arbeitet er Hand in Hand mit der Company, denn Thunderbike ist keine Hinterhofschrauberei, sondern ein offizieller Harley-Davidson Vertragshändler.

Die Richtung des Thunderbike Tunings ist klar. Der Motor muss heutzutage nämlich kaum mehr dran glauben, da hat Harley schon selbst rausgeholt, was rauszuholen ist. Aber die Farbe Schwarz allein genügt eben nicht für den Auftritt als böser Bube. Es darf immer noch gern ein wenig flacher und breiter sein. Wie’s geht, zeigt Thunderbike an der auf den Namen Oregon getauften Night Train. Die dicke Pusche im Heck ist gewissermaßen ihre Visitenkarte, denn Böse Buben lassen sich nur von hinten blicken. Nun sind fette Reifen von Hause aus nicht für’s Kurvenräubern gebacken. Um so mehr legt Thunderbike Wert auf Fahrbereit, und zwar durch saubere Abstimmung der restlichen Komponenten. Der 260er Reifen wurde auf eine 9 Zollbreite Felge von 18 Zoll Durchmesser gezogen, und er liegt tatsächlich noch ohne spürbaren Versatz in der Mitte. Der Trick liegt bei einem Primär Versatz von knapp einem Zentimeter. Und dann holte Thunderbike noch sieben Millimeter beim weiteren Versatz des Antriebs-Pulleys raus. Da mussten die Mechaniker nicht mal mehr am Sekundär Belt schnitzen. Der Original Belt der Night Train ist sowieso kaum mehr breiter als eine Kette, er konnte drin bleiben.

Hauseigene Gabelkürzung

Auch vorne machten die Männer von Thunderbike es böser. Sie ersetzten die Gabel durch ein hauseigenes Frontend, das komplett aus Brücke, Stand- und Tauchrohren sowie Cover besteht, und verbauten ein 18 zölliges Vorderrad auf einer viereinhalb Zoll breiten Felge. Die aufgezogene 130/60-18 Bereifung duckt die Front in die Tiefe wie ein Stiernacken Schwergewichts-Fighter. Und bleiben wir beim Bild: Der Stiernacken liefert der hauseigene Custom Tank. Dabei handelt es sich wohlgemerkt nicht nur um Kosmetik. Wegen ihrer zahllosen Innereien, angefangen bei der Benzinpumpe, können Tanks für Motorräder mit Einspritzanlagen nicht mehr so einfach übergestülpt werden wie die Sarg-Tanks der allerersten Umbau Generationen. Harmonisch schließt die Monocock Einheit von Sitzbank und Fender sich an, soweit wir Bulligkeit als „harmonisch“ nennen dürfen. Auch dieses Teil ein Produkt des Hauses Thunderbike. Und stolz verweist Bergerforth noch auf die Schalldämpfer aus der eigenen Produktion. „Dranschrauben und Fahren“, freut er sich über sie. Denn sie halten unsere strengen Lärmrichtlinien ein, und davon kündet ihre E-Kennzeichnung. Ihr Sound ist trotzdem nicht von schlechten Eltern: Rotzig und einen echten V2 gemäß ausdefiniert trösten sie über die mangelnde Sinnlichkeit des ausgleichsgewellten Twin Cam Motors hinweg. Hören ist bei Harleys eben doch schon mal das halbe Gefühl.

Richtig, wir kommen zum Eingemachten, denn jetzt geht es noch um’s Fahren. Die Oregon ist kein Extrem-Custom, wie einst Thunderbike’s Spectacula, die auf allen Bikeshows Pokale einsackte. Trotzdem wartet sie mit ein paar Überraschungen auf. Weniger wegen des Primär-Versatzes. Der fällt mit einem knappen Zentimeter kaum ins Gewicht, und nur ein größerer Versatz würde eine spürbare Schlagseite kosten. Aber an die Bereifung muss man sich erstmal gewöhnen. Die dicke hintere Pusche mag es am Liebsten geradeaus, nur das Vorderteil meldet was anderes. Durch die Gabelverkürzung und den kleineren Gabeldurchmesser hat sich auch der Nachlauf verkürzt, und damit giert die Front in die Kurven. Nach einem halben Tag aber wird diese Kombination interessant, denn schließlich will auch so ein Motorrad noch mit dem Hintern gelenkt werden. Weshalb ihr die vorne so leichtgängige Lenkung schlichtweg vergessen und die Arme gerade und ruhig halten solltet. Stattdessen wuchtet euer Arsch die Night Train in die Kurven. Und wenn ihr den Trick raus habt, dann muss nur noch so ein guter Fotograf wie unser Volker Rost in der Kurve stehen. Schon habt ihr die besten Bilder. Nachahmen solltet ihr es trotzdem nicht, denn wir haben diese Bilder längst. Und die Story ist hiermit auch in trockenen Tüchern.

Fotos Volker Rost – Easyriders

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